{"id":1566,"date":"2021-08-23T17:57:00","date_gmt":"2021-08-23T15:57:00","guid":{"rendered":"https:\/\/kampagnenforum.ch\/blog\/2021-08-23\/zauberwort-impact"},"modified":"2026-10-12T18:19:19","modified_gmt":"2026-10-12T16:19:19","slug":"zauberwort-impact","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kampagnenforum.ch\/de\/blog\/2021-08-23\/zauberwort-impact","title":{"rendered":"Zauberwort \u00abImpact\u00bb"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Jedes Engagement will eine Wirkung erzielen. Sie ist der Grund, sich zu engagieren. Dabei ist es nicht nur herausfordernd, gew\u00fcnschte (sozial-\u00f6kologische) Wirkungen an sich zu erzielen &#8211; schwierig ist auch, sie zu messen. Also festzumachen zu versuchen, welche Folgen den unendlich vielen Bem\u00fchungen f\u00fcr eine bessere Welt folgen. Sie messen und aus den Differenzen zwischen gew\u00fcnschter und effektiver Wirkung lernen. Jedenfalls ist es erstaunlich, wie wenig man sich im Grunde um dieses Eigentliche k\u00fcmmert. <\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">K\u00fcmmert man sich, besteht bei der Frage nach der Wirkung eines Engagements ein Grundproblem darin, dass man oft (stillschweigend) davon ausgeht, dass eine Intervention nur eine &#8211; die angestrebte &#8211; Wirkung hervorrufen wird, und man sich beim Monitoring auf diese beschr\u00e4nkt. Das ist aber nie der Fall. Nicht einmal das Amen in der Kirche hat nur eine Wirkung: F\u00fcr die Pfarrerin ist es das Ende der Sonntagsarbeit, f\u00fcr den Trostsuchenden der Anfang des Wieder-Alleinseins. Oder: Ein Abstimmungsplakat der SVP hat bei ihren Fans ganz andere Wirkungen als unter den Nichtfans, die ihrerseits wiederum unterschiedlich reagieren, also verschiedene Wirkungen zeitigen: mit \u00c4rger, mit Ignorieren oder einer n\u00e4chtlichen \u00dcberklebe-Aktion. <br\/>\nEs ist also wichtig, nicht nur die erwartete oder erhoffte Wirkung zu messen, sondern auch unerwartete Nebenwirkungen vorauszusehen bzw. sie beim Auftreten wahrzunehmen und sich um diese zu k\u00fcmmern.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das ist schneller gesagt als getan, denn selbst bei einem simplen Kurs ist die Frage nach seinen Wirkungen nicht einfach zu beantworten. Gewiss, jeder Kurs verfolgt Ziele. Auf einer allgemeinen Ebene sind solche zwar schnell formuliert, im Beispiel eines Konfliktmanagement-Kurses k\u00f6nnte eines z.B. \u00abLernen mit Konflikten am Arbeitsplatz konstruktiv umzugehen\u00bb lauten.  Doch was heisst das konkret und wie stellt man fest, ob bei den Absolvent*innen die gew\u00fcnschten Wirkungen tats\u00e4chlich erreicht werden?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>\u00ab<\/strong><strong><em>Raten<\/em><\/strong><strong>\u00bb gen\u00fcgt nicht<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und <em>wie<\/em> misst man sie? Abgehandelt wird das meist mit einem Rating (ohnehin wird heute alles <em>geratet<\/em>), was aber z.B. sagt einem eine 7 zum Kursinhalt (auf einer Skala von 10)? <br\/>\nUnd nicht nur das <em>Wie<\/em>, auch das <em>Wann <\/em>ist relevant. Zwar befragt man bei einem Kurs wie bei einer Aktion am Schluss die Teilnehmenden, wie der Kurs oder die Aktion war, um sich verbessern zu k\u00f6nnen. Zudem z\u00e4hlt man bei einer Aktion anderntags die Medienberichte als Kurzzeit-Indikator f\u00fcr die Wirkung, bei einer Ausbildung gibt es zum Abschluss einen Test. Doch was sich in der Praxis, die einer Ausbildung folgt, tats\u00e4chlich \u00e4ndern wird, kann an deren Ende nicht gemessen werden (fragt man allerdings geschickt, sind Aussagen m\u00f6glich; mehr dazu in einer n\u00e4chsten Kolumne). Und das ist der springende Punkt: Ob Kurs oder Kampagne, es geht vor allem um das Danach, um die nachhaltige Wirkung bzw. den Transfer in eine neue Praxis. Dieser findet umso wahrscheinlicher oder \u00fcberhaupt erst statt, wenn nach dem Kurs f\u00fcr einen Support zum Praxistransfer gesorgt wird. Es n\u00fctzt nicht viel, wenn eine geniale Trainerin bei den Teilnehmerinnen tolle unmittelbare Lern-Wirkungen erzielt, wenn diese nicht Arbeitsalltag transferiert werden und dort zum Tragen kommen. Das entspricht der eigenen Erfahrung \u2013 was man heute auf eine Pr\u00fcfung lernt, ist morgen wieder vergessen \u2013, und zeigen auch Untersuchungen und spiegelt sich in der 70-20-10 Modell  [1]. N\u00e4mlich dass sich berufliche Weiterbildungen oft nicht lohnen, weil es keinen Transferplan gibt. So lohnt sich beispielsweise eine Solarausbildung nur, wenn sie als Jobeinstieg \u2013 sei als Praktikum (wie bei <a href=\"https:\/\/solafrica.ch\/projekte\/refugees-go-solar\/\" rel=\"noopener\">Refugees-go-solar<\/a>) oder als anerkannte Qualifizierung f\u00fcr den Arbeitsmarkt \u2013 dient. Kurz: Das \u00abFollow-up\u00bb einer Ausbildung wie eines Projektes ist das Wichtigste [2].<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bereits bei einem Kurs stellen sich also f\u00fcr eine verl\u00e4ssliche Wirkungsmessung knifflige Fragen. Und erst recht, wenn die Sache noch komplexer ist \u2013 sie wird dann zur grossen Herausforderung. Den Begriff \u00abmessen\u00bb gilt es dabei mit grosser Vorsicht zu geniessen, denn anders als z.B. bei einer Temperaturmessung liefert Wirkungsmessung keinen objektiven Wert. Um die zahlreichen Wirkungen einer Kampagne oder eines Projektes zu erfassen, werden Indikatoren eingesetzt. Mit den Schl\u00fcsselindikatoren (in der Businesswelt KPI genannt), wird versucht, die Komplexit\u00e4t zu reduzieren. Sie werden zwar (meist) <em>SMART<\/em> definiert, dennoch k\u00f6nnen sie nicht das wirkliche Gesamtbild erfassen; es besteht bei zu fr\u00fcher oder zu starker Reduktion das Risiko, dass ein eingeschr\u00e4nktes Bild als Abbild der Realit\u00e4t genommen wird. <br\/>\nDas zeigt die Corona-Pandemie anschaulich: Der Schl\u00fcsselindikator \u00abFallzahlen\u00bb hilft zwar zur Grobeinsch\u00e4tzung der Fallzahl-Wirkung einer getroffenen Massnahme. Dar\u00fcber aber, welche weiteren, z.B. mittelfristigen, Wirkungen eine Massnahme hat, ist damit nichts gesagt. Z.B. unmenschliche Zust\u00e4nde in Altersheimen oder die Zunahme von Depressionen bei Jugendlichen, um nur zwei zu nennen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Was braucht es, um die Mona Lisa zu erkennen?<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gewiss muss Komplexit\u00e4t reduziert werden; doch muss man sich stets bewusst sein, dass das Bild, das die Indikatoren vermitteln, nicht das reale Gesamtbild ist. Es gibt nur einen ersten Eindruck (mehr dazu: \u00ab<a href=\"https:\/\/www.kampagnenforum.ch\/de\/blog\/2020-09-14\/korona-komplexitat-und-kampagnen\">Korona, Komplexit\u00e4t und Kampagne<\/a>\u00bb).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und wie erh\u00e4lt man diesen Eindruck? Bildlich gesprochen wie folgt: Stellen wir uns die Wirklichkeit als hochaufgel\u00f6stes Foto vor, dann w\u00e4re am einen Ende des Kontinuums die umfassende Erfassung aller \u00abPixels\u00bb und am anderen Ende kein Pixel, also das weisse Papier. \u00abAlles\u00bb zu erfassen ist nat\u00fcrlich viel zu aufw\u00e4ndig und w\u00fcrde auch \u00fcberfordern. Das heisst, in diesem Bild gesprochen, fragt sich, wie viele und welche Pixel es braucht, um z.B. ein Gesicht erkennen zu k\u00f6nnen. Bei einem bekannten Kopf, wie z.B. dem der Mona Lisa, gen\u00fcgen ein paar Dutzend gezielt gesetzte Bildpunkte und man erkennt sie (siehe Bild und mehr hier [3]). Diese Pixel entspr\u00e4chen den gew\u00e4hlten Indikatoren, die ein grobes, aber ganzheitliches Projektbild zeigen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Indikatoren sind wie Pixel, die ein Bild ergeben<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das richtige und machbare Mass zwischen den beiden Extremen zu finden, heisst, die f\u00fcrs Gesamtbild relevanten Indikatoren zu suchen und festzulegen. Es kann sein, dass man dabei auf einen wichtigen verzichten muss, weil der Erhebungsaufwand zu gross w\u00e4re. Doch Vorsicht \u00abzu aufw\u00e4ndig\u00bb ist schnell gesagt und es lauert die Gefahr, nur zu nehmen, was sich einfach z\u00e4hlen l\u00e4sst. Zahlen suggerieren Genauigkeit, dabei sagen sie oft wenig aus. Sie k\u00f6nnen freilich Hinweise geben, an welchen Stellen tiefer gebohrt werden sollte, z.B. mit der Befragung einer Akteuren-Gruppe oder einem Gespr\u00e4ch mit Betroffenen und so auch qualitative \u201eSmall Data\u201c gewinnen, um das Bild zu erg\u00e4nzen [4]. <br\/>\nEin Beispiel dazu: Im <a href=\"https:\/\/www.nicasolar.org\/nachhaltigkeit\/\" rel=\"noopener\">Frauen-Solarprojekt Nicaragua<\/a> wurde f\u00fcr den Projektfortschritt anf\u00e4nglich die Anzahl der gebauten Solarkocher als Indikator eingesetzt: Je mehr, desto besser. Bis den Projektleiterinnen eines Tages auffiel, dass zahlreiche Kocher ungenutzt herumstanden. Sie beschlossen, fortan die \u00abZahl der Kocher im tats\u00e4chlichen Gebrauch\u00bb als Haupt-Indikator zu nehmen. Das hatte grosse Konsequenzen, weil dieser Indikator eine qualitative Erhebung voraussetzt. Man kann nicht mehr einfach den Output z\u00e4hlen, sondern muss den Outcome vor Ort in den K\u00fcchen erfassen. D.h. ein Teil der Ressourcen wurde nunmehr daf\u00fcr eingesetzt, jede Solarkocher-Besitzerin nach dem Baukurs im Schnitt zwei Jahre lang alle zwei Monate zu besuchen. Das verschaffte den Projektleiterinnen ein genaues Bild davon, was die Benutzung des Solarkochers im Alltag f\u00f6rdert bzw. behindert und dazu f\u00fchrte, dass nun 90% der gebauten Kocher tats\u00e4chlich eingesetzt werden. Das ist der eigentliche Erfolg des mehrfach ausgezeichneten Projektes.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es geht also darum, sich nicht nur auf Zahlen abzust\u00fctzen. \u00c4hnlich wie bei einer Schulnote: Eine F\u00fcnf im Franz\u00f6sisch sagt etwas aus, aber man weiss nicht genau was. Das herauszufinden, ist die Qualit\u00e4t, die es braucht, um verbessern zu k\u00f6nnen. Zu fr\u00fchzeitige Reduktion kann dazu f\u00fchren, dass das Wesentliche nicht erkannt wird und dass das, was man messen kann, zum Wesentlichen gemacht wird.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Temperatur und Blutdruck sind nicht das Gesamtbild<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ausschliesslich schnell verf\u00fcgbare Daten auszuwerten w\u00e4re, als ob man z.B. nur das Kinn von Mona Lisa hochaufgel\u00f6st erfassen w\u00fcrde und meinte so auf den ganzen Kopf schliessen zu k\u00f6nnen. Doch Graut\u00f6ne und Tiefensch\u00e4rfe sind oft nur im Gespr\u00e4ch mit verschiedenen Stakeholdern zu haben (siehe dazu z.B. die Einsichten des MobLab aus ihrer Umfrage zur \u00abMessung von People Power\u00bb [5]).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es ist wie bei einem Kranken, bei dem man rasch Temperatur, Blutdruck und Puls misst, um einen ersten Eindruck zu bekommen. Nur auf diesen Zahlen gest\u00fctzt die Massnahmen f\u00fcr seine Heilung abzuleiten, scheint zwar effizient, ist aber nicht unbedingt effektiv: Es kann mal gut gehen, man kann aber mit der Diagnose und damit mit den Massnahmen falsch liegen. F\u00fcr die Evaluation einer Kampagne oder eines Projekts bedeutet das, genau zu \u00fcberlegen, welche Kennzahlen es braucht und wie die Daten in welcher Frequenz von wem erhoben werden. Als Zahlen und als Aussagen, um ein Gesamtbild in n\u00fctzlicher Frist zu erhalten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Last but not least, die Gretchenfrage: Wieviel und welcher Aufwand betreiben, um die verschiedenen Wirkungen einer Intervention zu messen bzw sich ihnen anzun\u00e4hern, wenn man knapp an Budget ist?! Zentral ist, Monitoring und Wirkungsanalyse als integrale Teile jedes Projekts zu verstehen und sozusagen beil\u00e4ufig mitlaufen lassen. Aufwandsarm fortlaufend erfassen, k\u00f6nnte das Credo lauten: Zahlen, Stories, Gespr\u00e4che mit Stakeholdern und auch mit nicht direkt Beteiligten. Das muss nicht viel sein, nur gut \u00fcberlegt [6].<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>PS:<\/strong> Alle wollen das: Mit m\u00f6glichst wenig Aufwand m\u00f6glichst viel Wirkung erzielen. So banal das t\u00f6nt, so viel Teufel steckt in den Details des Konkreten. Zum Beispiel: Ist man sich einig, welche Wirkungen man genau erzielen m\u00f6chte? Was und wieviel ist mit \u00abviel\u00bb gemeint? Und wessen Aufwand soll m\u00f6glichst klein sein? [Denn der eigene Nicht-Aufwand ist ja meist der anderen Arbeit].<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>[1] <a href=\"https:\/\/hbr.org\/2016\/10\/why-leadership-training-fails-and-what-to-do-about-it\" rel=\"noopener\">Harvard Business Review<\/a> (2015), Zitat: \u201cU.S. corporations spend enormous amounts of money\u2014some $356 billion globally in 2015 alone\u2014on employee training and education, but they aren\u2019t getting a good return on their investment. People soon revert to old ways of doing things, and company performance doesn\u2019t improve.\u00bb<br\/>\nDas <a href=\"https:\/\/trainingindustry.com\/wiki\/content-development\/the-702010-model-for-learning-and-development\/\" rel=\"noopener\">70-20-10-Modell <\/a>besagt, dass f\u00fcr die meisten Menschen gilt, dass sie vom insgesamt Gelernten (dem Knowhow) 70% on-the-job, 20% von den sozialen Kontakten (\u201cpeer-learning\u201d) und nur 10% aus Kursen und Weiterbildungen lernen. Dieses letzte, das formalisierte Lernen, wird also meist \u00fcberbewertet bzw es wird zu wenig f\u00fcr Transfer gesorgt. \u00c4hnliches gilt bei Kampagnen, sieht man diese als gesellschaftliches Lernen: Nach einer Intervention folgt oft kein Transfer-Support (oder?)<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>[2] Es gibt viele M\u00f6glichkeiten, den Lerntransfer zu unterst\u00fctzen, das \u201cbilligste\u201d ist etwas, Lern-Paare zu bilden, die sich auch nach der Zertifizierung regelm\u00e4ssig treffen (\u201cpeer support\u201d), um sich gegenseitig zu helfen, das Gelernte in die Praxis zu bringen (sie sind in derselben Situation mit demselben Interesse; <a href=\"https:\/\/docs.google.com\/document\/d\/1bWULIfJjblJ3HtKfXO3C0z1EkXPB2VwzjbGkQHl8G1U\/edit?usp=sharing\" rel=\"noopener\">mehr Elemente siehe hier <\/a>(internes Greenpeace Dokument))<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>[3] Mehr siehe: \u00ab<a href=\"https:\/\/wave.greenpeace.org\/waveV2public\/sites\/default\/files\/attachments\/Wie_Wirkung_messen_Artikel_fu%CC%88r_Sustainable_Financing_2019_end.pdf\" rel=\"noopener\">Wie Wirkung messen?\u00bb<\/a>-Artikel, auf dem diese Kolumne beruht, erschienen in &#171;<a href=\"https:\/\/www.google.com\/books\/edition\/Theories_of_Change\/-g8tEAAAQBAJ?hl=en&amp;gbpv=0\" rel=\"noopener\">Theories of Change<\/a>&#187; Springer-Palgrave-Mac Millan Sustainable Finance Series (2021)<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>[4] einen guten Vergleich zwischen traditionellen Wirkungsmodellen wie etwa das LogFrame sowie neueren Modellen mit reflektiven Ans\u00e4tzen f\u00fcr komplexe Umst\u00e4nde, die \u00abSmall Data\u00bb einschliessen, finden sich im Aufsatz \u00ab<a href=\"https:\/\/edepot.wur.nl\/185027#:~:text=In%20the%20world%20of%20monitoring,contribute%20to%20(system)%20innovation.\" rel=\"noopener\">Approaches and methods for monitoring and evaluation<\/a>\u00bb (2017)<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>[5] Ein paar Kernaussagen aus der MobLab-Evaluation <a href=\"https:\/\/mobilisationlab.org\/resources\/measuring-people-power\/\" rel=\"noopener\">\u00abMeasuring People Power\u00bb<\/a>: \u201c&#8230; Online-Kennzahlen sind unvollst\u00e4ndig. (\u2026) Die meisten befragten Organisationen messen die Breite ihrer Bem\u00fchungen, aber weniger die Tiefe oder den Fortschritt in Richtung Mission. (\u2026) Wir fanden einen weit verbreiteten Gebrauch von Kennzahlen wie Listengr\u00f6sse und Anzahl der Petitionsunterschriften \u2013 und das ist eine gute Sache! Aber diese Metriken erfassen nur die Breite der Bem\u00fchungen, mehr Menschen zu engagieren. (\u2026) Und fast alle hatten Schwierigkeiten zu messen, wie Breite und Tiefe zusammenspielen, um Fortschritte bei der Erf\u00fcllung der Ziele zu erzielen. (\u2026) Als wichtige Indikatoren f\u00fcr die Bef\u00e4higung wurden Gl\u00fccks- und Gemeinschaftsgef\u00fchl unter Mitlernenden genannt.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>[6] Will man umfassend messen, z.B. bei einer Forschungsarbeit, kann als Inspiration der \u201cHappiness Index\u201d dienen &#8211; eine umfassende Messung mit \u00fcber 100 Indikatoren und aufw\u00e4ndiger Erfassung der Daten. Bei Organisationen und Projekten gen\u00fcgen f\u00fcnf bis zw\u00f6lf Indikatoren bzw Fragen und Datenerfassungen. Bei Kursen sind es zum Beispiel ein paar Fragen, welche den Abg\u00e4nger*innen direkt nach dem Kurs und dann nochmals einige Monate sp\u00e4ter gestellt werden  (hier eine <a href=\"https:\/\/docs.google.com\/spreadsheets\/d\/1N-7-Tvl6W8kZYULCeyQl-q_zJoIXGT9sZNN-kK8ZP64\/edit?usp=sharing\" rel=\"noopener\">Vorlage<\/a> f\u00fcr die Auswertung eines Trainings)<\/em><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text is-stacked-on-mobile kf-author-box\" style=\"grid-template-columns:25% auto\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" width=\"804\" height=\"528\" src=\"https:\/\/kampagnenforum.ch\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/kuno_portraitbild.jpg\" alt=\"Kuno Roth\" class=\"wp-image-441 size-full\" srcset=\"https:\/\/kampagnenforum.ch\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/kuno_portraitbild.jpg 804w, https:\/\/kampagnenforum.ch\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/kuno_portraitbild-800x525.jpg 800w\" sizes=\"(max-width: 804px) 100vw, 804px\" \/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Unser Autor<\/h2>\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Arbeitet als Leiter des globalen Mentoring-Programms bei Greenpeace International. Zuvor war er 25 Jahre lang Bildungsverantwortlicher von Greenpeace Schweiz.<\/p>\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Jahrgang 57, Dr. rer. nat., ehemaliger Chemiker, arbeitet nun als Human\u00f6kologe, Lernspezialist sowie auch Schriftsteller. Neben Kolumnen schreibt er vor allem Gedichte und Aphorismen. Seine letzten Ver\u00f6ffentlichungen sind \u00abIm Rosten viel Neues\u00bb (Gedichte, 2016) sowie \u00abAussicht von der Einsicht\u00bb (Aphorismen, 2018). Sein neuestes Buch <a href=\"https:\/\/www.prolyrica.com\/neuerscheinungen\/klima-vista\/\" rel=\"noopener\">\u2039KL!MA VISTA \u2013 Die Schneefallgrenze steigt\u203a Gedichte und Aphorismen<\/a> ist am 23.10.2020 bei <a href=\"https:\/\/prolyrica.ch\/b-b\/kuno-roth\" rel=\"noopener\">Pro Lyrica<\/a> erschienen.<\/p>\n<\/div><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie misst man die Wirkung einer Aktion? Sollte man vorher versuchen herauszufinden, was die Aktion so alles bewirken kann? 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Kuno Roth hat die Messung des Impacts fertig gedacht.<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":646,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[6],"tags":[72],"class_list":["post-1566","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-fuehrungs-teamentwicklung","tag-kolumne-kuno-roth"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/kampagnenforum.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1566","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/kampagnenforum.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/kampagnenforum.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kampagnenforum.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kampagnenforum.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1566"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/kampagnenforum.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1566\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3985,"href":"https:\/\/kampagnenforum.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1566\/revisions\/3985"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kampagnenforum.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/646"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/kampagnenforum.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1566"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/kampagnenforum.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1566"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/kampagnenforum.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1566"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}