Um die Schweizer Grossbanken CS und UBS auf klare und transparente Standards zur Einhaltung der Menschenrechte bei der Finanzierung von Unternehmen und Projekten zu verpflichten, startete die Erklärung von Bern eine Kampagne, die unter anderem mit einer Webseite auf konkrete Fälle von Verletzungen der Menschenrechte durch Schweizer Banken aufmerksam macht.
Seit Jahren kämpft die EvB kämpft dafür, dass ökologische und soziale Standards bei Banken öffentlich sind. Die Banken haben zwar gewisse sektorielle Standards (z.B. Bergbau) und bauen den Bereich «Corporate Social Responsibility» aus, bleiben aber vage beim Umsetzen von Policies für Menschen und ihre Rechte und intransparent betreffend geplanter Policies zum Schutz von Menschenrechten. Die Grossbanken sollen nun endlich auf eine global zukunftsfähige Entwicklung verpflichtet werden und ihre Aktivitäten nicht nur auf die Profitlogik ausrichten.
Die beiden grossen Schweizer Banken Credit Suisse und UBS sollen merken, dass sie unter Beobachtung stehen. Parallel zum UNO-Prozess zum gleichen Thema will die EvB auch in der Schweiz einen Schritt weiterkommen. Auf einer klar strukturierten Webseite mit gut recherchierten Fällen und Hintergrundberichten soll gezeigt werden, dass die Information über Auswirkungen der CS- und UBS-Geschäfte öffentlich zugänglich ist und Druck erzeugt werden, damit die beiden Banken die Einführung von Menschenrechtspolicies nicht länger verzögern.
Die Kampagnenforum GmbH konzipierte in Zusammenarbeit mit der EvB die Webseite www.bankenundmenschenrechte.ch. Dabei organisierte und koordinierte das Kampagnenforum das Zusammenspiel von Inhalt, Grafik und Programmierung. Die verschiedenen Menschenrechte, die in konkreten Fällen von der UBS oder der CS verletzt wurden, sind im Innern eines grossbürgerlich dargestellten Bankgebäudes aufgelistet. Hinter jedem Recht sind die dazugehörigen Fälle mit Details zum Hintergrund und zur Rolle der Bank abrufbar. Die Aussage, dass bei den Banken trotz schöner Fassade nicht alles im Reinen ist und Banken Menschenrechte verletzen wird unterstützt durch die einfache Struktur und die ansprechende Grafik der Seite.
Sowohl die UBS wie auch die CS reagierten innert weniger Tage auf die Kampagne und meldeten sich bei der EvB. Mittlerweile haben Gespräche auf verschiedenen Ebenen, darunter mit dem Verwaltungsratspräsidenten der UBS und dem CEO der Finanzmarktaufsicht FINMA stattgefunden.
Andreas Missbach, Projektleiter «Banken und Finanzplatz Schweiz», ist hocherfreut über die Dynamik seit der Aufschaltung der Webseite: «Wir sind sehr zufrieden mit der Wirkung der Webseite. Der engagierte Einsatz des Kampagnenforums hat viel zur professionellen Seite beigetragen. Auch die Zusammenarbeit war sehr positiv - das Kampagnenforum-Team war immer schnell und kompetent zur Stelle.»