Video hat den grossen Vorteil, dass es sich bewegt. Die Bewegung bindet den Blick und damit die Aufmerksamkeit. Einem durch Video vermittelten Inhalt wird also viel eher gefolgt. Video nimmt die Zuschauenden bei der Hand und führt sie durch den Inhalt. Aber nicht immer. Denn Video kann auch auch langweilig sein. Wenn es zu zäh vorwärts geht oder die dramaturgische Kette Lücken aufweist, dann springen Zuschauende ab, zappen weiter oder klicken weg.
Gerade Im Internet gilt dieser Satz besonders. Die Verweildauer bei Inhalten im Internet ist extrem kurz. Zu gross ist die Konkurrenz, die nur einen Klick entfernt auch um Aufmerksamkeit buhlt. Im Internet sieht das Publikum von Beginn weg, wie lang ein Video ist. Wenn also ein Video angeschrieben ist mit einer Länge von 5 Min oder mehr, dann hält das schon etliche Menschen davon ab, ihm überhaupt eine Chance zu geben. Zu gross ist das Risiko, dass man Zeit investiert in etwas, das sich als uninteressant herausstellt. Bringen Sie ihre Botschaft also auf den Punkt und überlegen Sie sich immer wieder, wo sie noch kürzer sein könnte.
Musik ist das einfachste Mittel, um Zuschauer zu binden. Eine tragende oder dramatische Musikspur unter ein paar sich bewegende Bilder und schon haben Sie einen einfachen Videoclip der fliesst. Besonders ideal ist dieser Trick, wenn das Video "low-budget" ist, dass es bloss aus Standbildern oder Slides besteht. Achtung bei Musik: Youtube und Co. erkennen gewisse Songs und entfernen die Tonspur, wenn keine Lizenz dazu gelöst wurde. Lizenzfreie Musik finden sie im Internet mit den Stichworten "Royalty Free Music".
Ein Erzählerstimme, welche den Zuschauenden fortlaufend erzählt und erklärt, was sie sehen und wie sie das Gesehene einordnen sollen, hilft, dass sie dabei bleiben und den Faden nicht verlieren. Dieselbe Taktik wird im klassischen TV-Beitrag oder bei Dokumentarfilmen verwendet. Alternativ können auch Ausschnitte aus Interviews dazu verwendet werden, die Bilder zu kommentieren, indem die Interviewstimme unter die Bilder gelegt wird.
Die richtige Dramaturgie bringt die Zuschauerin dazu, wissen zu wollen, wie es weitergeht. Das schafft die Spannung, welche sie daran hindert auszusteigen. Dies ist etwas vom Schwierigsten beim Produzieren von Videos, da man immer abwägen muss zwischen möglichst geheimnisvoll zu bleiben aber trotzdem die Informationen rüberzubringen.
Damit Spannung entsteht, muss immer eine gewisse Ungewissheit im Film herrschen. Der Zuschauer muss immer in einem Zustand sein, in dem er gerne wissen möchte, wie etwas ausgeht, oder weitergeht, oder warum etwas so ist wie es gezeigt wird. Verschiessen Sie also nicht alles Pulver schon am Anfang. Sagen Sie aber immer soviel, dass der Zuschauer sich sicher ist, dass ihn der Inhalt etwas angeht. Geben Sie ihm das Versprechen ab, dass seine Ungewissheiten gleich aufgelöst werden. Dieses Versprechen muss glaubwürdig bleiben. Diese Glaubwürdigkeit kann verspielt werden, in dem man zum Beispiel eine in den Raum gestellte Frage nicht beantwortet oder eine Antwort liefert, für die es sich nicht gelohnt hat zu warten.
Es hängt vom Videoinhalt ab, wie man Fragen aufwirft. Es ist also essentiell, sich vor dem Dreh zu überlegen, was man erzählen will und wie man Geheimnisse schaffen kann, die später aufgelöst werden können. Fragen können sein:
Möchten Sie mehr darüber erfahren, wie sie Video für Ihre Kampagne einsetzen können? Kontaktieren Sie Peter Haberstich unter 044 500 31 01 oder phaberstich@kampagnenforum.ch.
Den zweiten Teil unserer Serie über Video im Kampagneneinsatz finden sie hier: Mit Video Dringlichkeit kommunizieren
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